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Es war einmal ein Galguero, der mehrere Hunde besaß, die er regelmäßig für die Jagd einsetzte. Letzten Winter kam unausweichlich der Tag, an dem er beschloss, einige seiner Hunde loszuwerden. Und so wurden die Hunde für einen One-Way-Trip zu Scooby ins Auto geladen. So dachte er zumindest...Nach ein paar Tagen floh seine Galgohündin von Scooby indem sie über eine ein paar Meter hohe Mauer setzte. Eine stramme Leistung, die wir vorher noch nie gesehen hatten. Aber auch ein Moment großer Panik für die Leute die zu diesem Zeitpunkt gearbeitet haben. Es wurde ein großer Rettungseinsatz gestartet, um sie sicher wieder zurückzubringen.
Für endlose Stunden wurde sie zu Fuß verfolgt und währenddessen wurden ihr viele schwer zu widerstehende Versprechen gemacht. Aber sie hat sie uns nicht abgekauft! Jetzt folgte ihr auch ein Auto, doch sie war viel schneller und wendiger als jedes Auto. Schließlich war sie außer Sichtweite, weg, wahrscheinlich für immer. Damit war ihr Aufenthalt bei Scooby zu kurz.
Wir waren alle bestürzt. Was würde mit diesem armen Hund passieren? Würde sie auf der A6 enden und sie ganz in unserer Nähe überqueren? Wir wagten noch nicht mal, daran zu denken. Wird sie zum Streuner werden, immer auf der Suche nach Futter und einem sicheren Schlafplatz, für immer einen Wurf nach dem anderen großziehend? Genug Möglichkeiten, eine grässlicher als die andere. Immer wieder ging uns die Sache durch den Kopf. Ausgerechnet das, sollte bei Scooby nicht passieren. Die armen Hunde sollten hier sicher sein, und dann passiert sowas. In der Zwischenzeit wurden Maßnahmen ergriffen, damit Vorfälle wie dieser, nicht mehr passieren können.
Ein paar Stunden später kam der befreiende Anruf. Ihr (ehemaliger) Besitzer ließ uns wissen, dass sie zu ihm zurückgelaufen ist, ungefähr 10 Kilometer von Scooby aus. Alle waren erleichtert und von ihrer Leistung beeindruckt. Auch der Galguero. Es berührte ihn, dass die Hündin soviel Anstrengungen unternommen hatte, um zu ihm zurückzukommen. Fairerweise muss man sagen, dass dieser Galguero sich gut um seine Hunde kümmert. Sie sehen gut aus und sind gut genährt. Er beschloss auf der Stelle, dass ihre glorreiche Heimkehr belohnt werden müsse. Sie musste nicht mehr jagen, sondern durfte als Haustier bei ihm bleiben. Bravo für diesen Galguero. Leider gibt es zu wenige wie ihn.
Ich würde die Geschichte an dieser Stelle gerne mit “Und sie lebte glücklich bis an ihr Lebensende“ abschließen. Aber nein, tat sie nicht. Ein paar Wochen später brachte der Jäger wieder einen Hund zu Scooby. Einmal Jäger, immer Jäger….Als wir uns nach der Galga erkundigten, erfuhren wir, dass sie auf einem ihrer Ausflüge Gift gefressen hatte. Sie starb einen furchtbaren Tod. Deshalb beende ich diese Geschichte frustriert; sie lebte nicht lange, aber hoffentlich glücklich.
Cobie |