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Alles ging gut. Tino machte weiter seine Spässe im Gehege, er ist der Chef im Eingangshof. Er markiert sein Territorium (was heisst, er pinkelt) auf alles und jeden der stillsteht, bellt jeden Hund an, der das erste Mal vorbeikommt und wühlt im Müll.
Seit letzter Woche fiel uns auf, dass er apathisch war und als wir Fieber massen hatte er Temperatur. Ausserdem eiterte seine Wunde. Wir waren alle ziemlich erschrocken. Fermin rief sofort Dr Ruano an, der ihm einen Termin für Ende der Woche machte und Antibiotika verschrieb. Freitag nachmittag fuhren wir mit Tino nach Madrid, etwas ängstlich und uns kam der Gedanke, dass er vielleicht amputiert werden müsste.
Dr Ruano wartete auf uns und war wie immer freundlich und schnell. Er röntge und sah, dass es sich nur um eine Entzündung handelte, die mit Antibiotika geheilt werden kann. Wir alle atmeten auf.
Was uns am meisten überraschte war Tinos Verhalten. Sobald ich in die Klinik kam veränderte sich Tino, aus dem aufmüpfigen Galgo wurde ein verängstigter, er versteckte seinen Kopf zwischen meinen Beinen und wollte nur gestreichelt werden, sein Atem ging schnell. Als wir aus der Klinik kamen schaute er aus den Augenwinkeln zurück und auf allen vier Beinen stehend (das hatte er seit Monaten nicht mehr gemacht) zog er mit aller Kraft. Ich kann sagen, dass er mich an der Leine hatte, nicht ich ihn. Tino wurde erst wieder er selbst als wir durch die Tür von Scooby gingen.
Wie können Manche sagen, dass Hunde nichts fühlen? Dass Hunde nicht denken? Haben diese Leute sich zumindest einmal die Zeit genommen, sie zu beobachten?
Ich möchte mich erst nochmal bei der Clinica Mediterraneo und Dr Ruano bedanken bevor ich mich verabschiede, sie sind immer für uns da wenn wir sie brauchen.
Viele Grüsse
María |