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Am 10. Juli fuhren wir nach Cuellar um ein paar Galgos aufzulesen, die schon seit langer Zeit herumstreunten. Maria-José hatte bereits versucht, sie einzufangen, aber wie ihr wisst, gestaltet sich dies auf freier Flur ziemlich schwierig.
Dieses Mal war es Leuten, die mit Scooby zusammenarbeiten, gelungen, sie in einem ruinenhaften Haus einzuschließen. Es sollte also eigentlich kinderleicht sein.
So fuhren wir denn dorthin. Maria-José, Fermín. Resy, Jan und ich. In Cuellar trafen wir uns mit Caroline und nachdem sie und Maria-José den Schlüssel geholt hatten, um das alte Haus, in dem die Galgos sich aufhielten, aufzuschließen, machten wir uns auf den Weg.
Es war wirklich eine ziemliche Ruine, wir gingen besorgt hinein, da man den Eindruck hatte, es würde jeden Moment einstürzen. Wir stiegen die Treppe hinauf…und dort fanden wir die armen Galgos. Angsterfüllt flohen sie bei dem Versuch, sich ihnen zu nähern in ein anderes Zimmer. Also haben wir zwei Gruppen gebildet. Maria-José, Fermín und Resy von der einen, Jan und ich von der anderen Seite.
Es dauerte eine Weile sie einzufangen, sie waren so ängstlich, dass sie sogar versucht haben, uns zu beißen, und einer von ihnen hat ohne Probleme eine Leine zerrissen. Währenddessen hatten sich einige Nachbarn am Eingang versammelt und als wir mit den Hunden herunter kamen, sagte uns einer der Männer, dass in einem der anderen Häuser ein erhängter Galgo sei.
Wir gingen hin, um zu sehen, ob es stimmte. Ehrlich gesagt, konnte ich mir nicht vorstellen, dass so etwas im 21. Jahrhundert passieren kann. Aber tatsächlich, dort war das arme Tier! Es gibt immer noch Menschen (um sie irgendwie zu nennen), die fähig sind, so etwas zu tun. Es gibt immer noch Jäger, die nicht nur im Stande sind, ihren treuen Gefährten auszusetzen, den, der Sonntag für Sonntag für sie gelaufen ist, um ihnen die Zeit zu vertreiben, sondern ihn zu erhängen. Und das passiert in Cuellar, der Heimatstadt des Vorsitzenden des Jagdverbandes, der immer noch dort wohnt. Und in Spanien werden Galgos ausschließlich von Jägern gehalten. Ich weise explizit auf diese Tatsache hin, weil dieser Herr zu leugnen pflegt, dass Jäger derartige Grausamkeiten vollbringen… Kein Kommentar.
Was können wir dagegen tun? Vielleicht würde sich die Situation ändern, wenn die Behörden weitere Maßnahmen ergriffen, angemessene, strenge Gesetze, die weltweit und bei jedem greifen, ohne nationale Unterschiede.
Ein paar Leute informierten uns, dass 5-6 Galgos unter freiem Himmel auf einen Feld lebten. Wir fuhren mit dem Van dorthin. Es war sehr heiß und es gab keinen Schatten. Sehen konnten wir auch nichts, und wir hatten gerade beschlossen wieder zu gehen, als wir in der Ferne einen Punkt ausmachten. Wir begannen, uns diesem langsam zu nähern, um ihn nicht zu erschrecken. Das arme Tier vertraute uns und wir konnten es ohne Schwierigkeiten mitnehmen, von den 4 anderen fehlte jedoch jede Spur.
Mein Wunsch, dass kein Tier zurück geblieben ist, klingt utopisch… Aber man kann doch nicht einfach zulassen, dass Menschen im fortschrittlichen 21. Jahrhundert immer noch Tiere aufhängen. Ich dachte, wir leben in einer zivilisierten Welt, aber letztendlich gibt es noch immer Leute, die die Bedeutung des Wortes nicht kennen oder nicht mal um dessen Existenz wissen.
Diese Galgos sind bereits bei Scooby und werden nach und nach adoptiert werden, obwohl die beiden aus dem baufälligen Haus sehr ängstlich sind. Aber ich bin mir sicher, unsere Fürsorge wird zu einem befriedigenden Ergebnis führen.
Liebe Grüße,
María.
PS: Das ist die Galga aus Cuellar, einen Monat später. Sie war total verwildert nach ihrer Rettung, aber jetzt hat sie mich adoptiert und, wo auch immer ich hingehe, sie folgt mir.Sie ist vernarrt in mich und bleibt stets bei mir, mit einem Abstand von zwei Metern. Die Volunteers sind allesamt eifersüchtig, weil sie sich ihr nicht nähern können. Heute haben wir ihr Blut abgenommen, da sie sehr dünn ist und nicht zunimmt. Sie ist echt lieb und ihr Name ist Laura.
Fermín
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